Hardware und Software Installation des NADAC

Als erstes erfolgte die Installation der Hardware.

Ganz links ist der Ethernetanschluss zu sehen. Mit dem zum Lieferumfang gehörigen, sehr hochwertigen, Ethernetkabel wird der NADAC mit einem Gigabit-Router und/oder Gigabit-Switch verbunden (siehe das folgende Bild).
Rechts daneben sind die Ausgänge zum Mehrkanalvorverstärker bzw. wenn ein solcher nicht verwendet wird, erfolgt hier die Verbindung zu den aktiven Lautsprechern. Wir haben zur Vorführung ohne Mehrkanal-VV gearbeitet, der NADAC war also direkt mit den Geithain-Lautsprechern im Kinoraum via XLR-Kabel verbunden.
Ganz rechts der Stromanschluss, hier natürlich mit db-Systems Netzkabel.

nadac_anschluss_171rc7
Noch einige Hinweise zur Verbindung mit dem Media-PC:
Die Audiodaten werden auf Basis des Ravenna-Protokolls über eine schnelle Gigabit-Verbindung übertragen.
Ravenna ist ein IP-basiertes Protokoll, das seit einigen Jahren in den führenden Recording-Studios zur Vernetzung aller Geräte verwendet wird. Die Übertragung der Audiodaten via Ethernet ist einer, bei den meisten DAC’s heute verwendeten USB-Verbindung, qualitativ haushoch überlegen. Damit werden die zahlreichen Störsignale der Media-PCs vom DAC ferngehalten und gleichzeitig ist der Transport von HIRes-Files nicht nur in Stereo, sondern auch in Mehrkanal möglich.
Der Media-PC benötigt ebenfalls eine Gigabit-Netzwerk-Schnittstelle. Die meisten heutigen PC’s und auch LapTops verfügen über eine solche. Im folgenden Bild ist der Anschluss der beiden Komponeneten, also NADAC und Media-PC an dem Gigabit-Router zu sehen:

nadac_anschluss_4njrvq

Im nächsten Bild ist der NADAC nach erfolgter Verkabelung zu sehen. Links daneben der rechte Surround-Back-Lautsprecher, rechts daneben sieht man den Media-PC mit seinem Bildschirm. Auf diesem war bereits das neue Windows 10 installiert.

nadac_anschluss_2zzsto

Als nächster Schritt erfolgte die Installation der Software

Die erforderliche Software, Treiber, Utilities und der Player wurden auf einem Media-PC in folgender Reihenfolge installiert:

1. Windows 10 und der Player JRiver MC19 waren bereits vorinstalliert.
2. Mit dem File MergingRavennaASIODriver_6.0.3_NADAC_Build27576_x6 4.exe werden der ASIO-Treiber, zwei Utilities und die zugehörigen Handbücher implementiert, siehe rechts im folgenden Bild unter Merging Technologies

nadac_treiber_12hjvu

Hier die beiden Utilities MT Discovery und Ravenna ASIO Treiber

nadac_treiber_4otsht

MT Discovery scannt das gesamte Netz nach Ravenna Geräten, Emotion Server (Emotion ist die kommende Player-Software von Merging), Pyramix Server (bei fast jeder heute verfügbaren CD, SACD, etc. war Pyramix im Produktionsprozess mit dabei !), sowie die weiteren Komponenten aus dem Merging Profispektrum wie Ovation und VCube MXFix Server.
Im Kinoraum vom Claus waren natürlich nur der NADAC mit der SNR 100013 und der ASIO-Treiber im Media PC (er hatte den Namen Media_PC1) zu finden.

nadac_treiber_3dku0j

Im ASIO-Treiber kann die Netzwerk-Karte, hier die Killer E2200 des Gigabyte-Motherboards, konfiguriert werden und im NADAC kann man festlegen ob man nur Stereo, mit/ohne Kopfhörer, oder 8-Kanal mit/ohne Kopfhörer haben will. Der NADAC hat ja einen extra Kopfhörer-Verstärker eingebaut, dessen Verstärkung man unabhängig von den Hauptausgängen regeln kann. Auch das ein Feature, das die Herkunft des Gerätes aus dem Profibereich unterstreicht !
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nadac_treiber_4otsht

3. Konfiguration des JRiver MC 19 Players
Unter den „Optionen“ im Register „Musik“

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wird der Merging Ravenna ASIO driver zum abspielen ausgewählt:

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und weiter als DSP Ausgabeformat „Anzahl Kanäle wie Quelle“, sowie Bitstreaming ja für DSD. Der NADAC braucht nicht den Umweg über DoP, es entfällt daher auch der nicht unerhebliche DoP-Overhead bei der Datenübertragung.

Die auf dem Media PC gespeicherten Musikfiles wurden bereits in die JRiver Datenbank importiert….es kann also losgehen ?

Nein noch nicht, denn wir hatten ja keinen Mehrkanal-VV in der Kette, die Lautstärke wurde also digital mit dem NADAC geregelt und das bedeutet, dass die Eingangsempfindlichkeit der Geithain-Lautsprecher erst mal neu eingestellt werden musste.
Dazu wurden die Messtracks dieser SACD von Pentatone verwendet

nadac_front_ect_messuqusx6

mit der alle beteiligten Töner auf die gleichen Pegel gebracht wurden (natürlich auch die beiden Surround-Backs, die hier nicht zu sehen sind !):

nadac_front_center7gshe (1)

Jetzt war ca. eine Stunde rum, der NADAC, der Media PC und die Lautsprecher konfiguriert…es sollte also losgehen.

Nun begann eine hochinteressante Hörsitzung in deren Verlauf ich soviel Erfreuliches und Neues zu hören bekam, wie ich es bei neuen Geräten doch sehr, sehr selten erleben durfte:

So gut habe ich Mehrkanal bisher nirgens gehört
….und ich war nicht der einzige Teilnehmer mit diesem Fazit

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