Lautsprecher IPANEMA von La Rosita

Wir möchte hier einen faszinierenden neuen Lautsprecher vorzustellen: Dan Bellitys Kreation „Ipanema“ von La Rosita.

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Nach dem Bild auf de La Rosita homepage waren wir gespannt, was das wohl sein würde.
Jetzt können wir nur sagen: Nach den ersten Eindrücken auf der „Hifideluxe“-Messe in München, wo dieser Lautsprecher seine Weltpremiere erlebt, sind wir völlig geplättet und begeistert.

Zunächst einmal:

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Die IPANEMA ist wesentlich größer, als man nach dem betrachten des Foto vermutet hätte.

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Das Gehäuse hat in etwa das Volumen einer Waschmachine und wiegt pro Seite mehr als 100 kg.
Um sich die wahren Proportionen in etwa vorzustellen, schaue man sich die beiden BR-Öffnungen auf der Vorderseite an: Sie sind bierdeckelgroß!

Dan Bellity hat sein Konzept in der Tradition der legendären Altec-Lansing Lautsprecher aufgebaut – erkennbar am Koax-Aufbau mit dem rechteckigen Hornvorsatz vor der Bassmembran.

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Die Befestigung dieser Membran ist außergewöhnlich gelöst: Ihre gefaltete Sicke wird direkt mit dem massiven Gehäuse verklebt.

Das Innere der Box wird mit kreuzweise angeordneten Verstrebungen versteift, die nicht auf Druck eingepasst wurden, sondern auf Zug.
Sie ziehen also die gegenüberliegenden Wände des Gehäuses nach innen.
Der Korpus ist von einer Solidität und Machart, wie wir dies noch selten erlebt habe.
Hergestellt wird das Gehäuse von einem im Bootsbau erfahrenen Schreiner in Frankreich, der dafür aus dem Schiffsbau stammende Techniken der Holzbearbeitung und Holzverbindung einsetzt.
So werden beispielsweise die rechteckigen Gehäusekanten in äußerst aufwendiger Verzapfungstechnik gebaut und bearbeitet.

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Die komplette Rückwand der Box ist rundum mit großen Flachkopfschrauben edelster Machart bündig in den Korpus eingelassen. Das Ganze mit absolut perfekten Spaltmaßen!
Das frühstücksbrettchen-große Anschlussterminal aus Metall beherbergt zwei hochwertige Anschlussklemmen. Bi-Wiring ist nicht vorgesehen.

Egal welches Detail an dieser Box man sich anschaut – alles macht einen überragenden, höchstwertigen Eindruck. Bis hin zum Finish in klarem Hochglanz-Bootslack.
Das ist herausragende Handwerkskunst, wie man sie selten erlebt.

Meine Begeisterung über dieses außergewöhnliche Tonmöbel wurde dann aber noch einmal getoppt, als Dan uns lächelnd die Lagerung der Box vorführte.
Wenn man die 100-Kilo-Kolosse anschubst, schwanken und tanzen sie wie eine Bauchtänzerin auf ihrer Dreipunkt-Lagerung und richten sich dann binnen Sekunden wieder perfekt in ihrer ursprünglichen Lage ein.

Wie funktioniert das?

Unter jeder Box befinden sich drei plan-konkave Aufnehmer-Platten von ca 6 cm Durchmesser aus Metall. Die flache Rundung dieser Hohlwölbungen zeigt nach unten.
Auf der passgenauen Bodenplatte sitzt als Gegenstück eine spiegelbildlich angeordnete zweite konkave Platte wie eine flache Schüssel. Die beiden Hohlrundungen liegen sich also gegenüber.
Zwischen diesen beiden hohlgewölbten Metalschüsseln liegt eine ca 2 cm dicke Stahlkugel.
Stößt man die Box an, können die Kugeln in den kleinen „Suppenschüsseln“ frei rollen, bis sie sich wieder am tiefsten Punkt der Höhlung beruhigt haben.
Das hohe Gewicht und der bauformbedingte niedrige Schwerpunkt der Box verhindern, dass die angestoßene Box umkippt oder über den ansteigenden Rand der Schalen hinausrollt.
Das ist absolut kindersicher!

Auch bei diesem faszinierenden Detail zeigt sich der Bezug zum Schiffsbau: Abgeguckt hat sich Dan Bellity diese selbstregulierende Lagerungstechnik bei der Marine.
Auf Schiffen werden Kanonen so gelagert, damit sie den Wellengang ausgleichen können und sich nach dem Rückstoß eines Schusses wieder selbständig in die richtige Lage justieren.

Nach diesen außergewöhnlichen und begeisternden Details war die große Frage, wie das denn nun klingt.

Kurz und knapp:
Dieser Lautsprecher ist schlicht eine Sensation.

Klar, knackig, sauber, natürlich entfaltet sich der Klang in perfekter Breiten- und Tiefenstaffelung.
Wir hörten absolut keinerlei Verfärbungen oder – bei wahrhaft erbebentauglichen Pegeln – irgendwelche Verzerrungen oder Kompressionen.
Dieser Lautsprecher stellt große Orchester oder Schlagzeuggewitter mit einer Souveränität und Attacke in den Raum, dass es dem Hörer die Sprache verschlägt.
Ein halbes Dutzend Hörbesuche bei anderen Ausstellern und Herstellern der Messe (wir nennen bewusst keine Namen) brachte ein völlig eindeutiges Ergebnis:
Niemand hatte auch nur ansatzweise eine Chance gegen den fantastischen Klang bei Dan Bellitiy und La Rosita in Raum 417 des Marriott Hotels in München.

Die letzte bange Frage muss noch beantwortet werden:
Wieviel kostet die IPANEMA denn nun?

Noch etwas zögernd gab Dan Bellity als erste Hausnummer, auf die man ihn bitte nicht festnageln wolle, den Betrag von ca 30.000 bis 32000 Euro pro Paar an.

Rainer&Claus

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